Nov 7

Heute Nacht mussten wir richtig Lehrgeld bezahlen unter anderem durch Dummheit und Leichtsinn …

 

Hier eine kleine Schilderung des Raubs:

 

Um ca. 3:00 Uhr nachts als wir an einer Autobahnraststätte Nähe Nabonne in unserem Muli schliefen knackte jemand die Beifahrertüre auf. Vermutlich wurden wir und Rocky möglicherweise mit Gas ruhig gestellt. Eigentlich kennt man diese Stories aus Fernsehen und Zeitungen, aber das es einen irgendwann selbst betrifft glaubt man nicht. Peter ist normalerweise ganz sensibel auf Geräusche wenn er schläft und unser Rocky auch. Es ist schon komisch, dass keiner mitbekommen hat, dass jemand von vorne bis hinten ins Fahrzeug durchging. Gezielt hat der Räuber eine verdeckte Tasche mitgenommen, die sich an unserem Bett befand, in der sich alle unsere Kreditkarten, Führerscheine und Ausweise sowie sehr viel Bargeld befanden. Aufmerksam wurden wir erst, als Rocky (der sich ausserhalb des geschlossenen Fahrzeugs befand) stark winselte. Erst dann konnten wir realisieren was passiert war. Wir sperrten sofort all unsere Bankkarten und fuhren zur Polizei. Es ist schon erstaunlich, dass in Frankreich nicht einmal die Polizei Interesse zeigt. Immerhin handelt es sich hierbei um einen Raub. Mehr als einen abgestempelten Zettel erhielten wir nicht. Nach X-Tausend Telefonaten mit Banken, Michas Papa und Schwester stellten wir fest, dass der Räuber innerhalb kürzester Zeit zwischen Raub und Sperrung unsere Karten (ca. 1,5 Stunden) auch noch Geld von unseren Bankkonten abgehoben hat. Was für ein „Disaster“.

Uns ist klar geworden, dass im französischen und spanischen Raum auf Autobahnraststätten, auch bei noch soviel Betrieb, mit keinerlei Sicherheit zu rechnen ist. Diesen Schock müssen wir erstmal verdauen…Aber wir werden uns nicht unterkriegen lassen.

 

Sehr genervt und mit Wut im Bauch (die hoffentlich bald verraucht) fahren wir nun weiter nach Richtung Gibraltar/Spanien um endlich nach Afrika zu gelangen.

 

Nov 7

Nach einem Jahr Standzeit und nur kurzen Einsätzen darf unser Muli (unser Toyota) endlich aus dem Stall raus. Der letzte Tag verlief total chaotisch und Peter war fürchterlich aufgeregt aber heute geht’s los…

 

Nach einem tränenreichen Abschied fuhren wir um 09:00 Uhr in Fürstenfeldbruck bei Michas Eltern los. Natürlich legten wir noch einen Zwischenstopp in unserem Stammcafé in FFB ein. Nach kurzer Verabschiedung von unseren „Cafébrüdern“ und unserem Freund Robsi ging es in Richtung Schweiz. 

Unsere Gedanken waren natürlich bei unseren Familien und Freuden, die wir ab jetzt längere Zeit nicht sehen werden. Unser Hund Rocky war auch sehr aufgeregt und er vermisst jetzt schon seinen besten Kumpel den Jonny (Hund von Michas Eltern).

 

 Jetzt beginnt die Zeit, wo wir drei auf 6 Quadratmetern 3 Jahre leben, schlafen, essen und die meiste Zeit verbringen werden. Wir hatten ganz gemischte Gefühle da man ja wirklich nicht weis was auf uns zukommt.

An der Grenze zur Schweiz hat Micha sich gleich mal verfahren, trotz GPS. Sie stand auf einmal auf einem Parkplatz im Einkaufszentrum wo sie nicht einmal die Ausfahrt mehr fandJ

Auf der Fahrt in die Schweiz bekamen wir einen Anruf von Jonas (http://jonasinafrika.blogspot.com/). Ihn lernten wir über das Internet im Wüstenschiff-Forum kennen. Er wird einer unserer Mitfahrer sein, da er dieselbe Route fahren wird wie wir. Voraussichtlich geht es bei ihm am Sonntag den 09.11.2008 los. Die erste Nacht in unserem Auto verbrachten wir bei Jonas vor seinem Haus in Staufen zwischen Zürich und Bern. Mit seiner Familie tranken wir abends noch ein paar Gläschen Wein. Sie waren sehr gastfreundlich.

Am nächsten Morgen um halb acht ging es dann weiter in Richtung Frankreich. Wir können es kaum noch erwarten bis wir endlich im Süden sind.  Wir werden natürlich bald wieder berichten ….

Aug 4

Am 01.11.2008 geht’s in Emmering am Tonwerk los…


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